jeder kennt die geschichte, aber keiner weiß genau bescheid: irgendwann im zweiten jahrhundert vor unserer zeitrechnung wollte doch ein verrückter aus der wüste mit einigen elephanten über die alpen nach rom. irgendwie ist es schief gegangen, oder auch nicht. sind sie erfroren? vermutlich handelt es sich um eine legende, vielleicht ist er bei monaco über ein paar felsen nach ventimiglia. ordentlich falsch!
wir wissen immer noch nicht genau wo hannibal - tatsächlich eine der schillerndsten personen der geschichte - über den alpenhauptkamm setzte. geschichtsforscher vermuten im bereich des großen st. bernhard. seine list bestand aber gerade darin, mit seinem unfassbaren heer von bis zu 60.000 leuten, zig-tausenden pferden und lasttieren und einer unbestimmten zahl von elefanten einen alpenübergang zu wählen, den die römer nie vermutet hätten. nicht sehr wahscheinlich, aber er hätte auch durchs ötztal kommen können. diese in ihren details unglaublich spannende geschichte bildet den stoff für unsere erzählung mit unlauteren, weil modernen mitteln: mit pistenbullys, nachtskiläufern, tänzern, schauspielern, kletterern, fliegern, fallschirmspringern, drachen, flugakrobaten, licht, musik, video und pyrotechnik setzen wir diese alpenquerung an einem der möglichen originalschauplätze der geschichte in szene.

elefanten auf dem gletscher

wie können wir in einem so großen raum theater spielen? mit einem einfachen kunstgriff und mit den modernsten mitteln. wir arbeiten mit der vorstellungskraft des publikums. angenommen wir fahren mit dem auto über das timmelsjoch und hören im radio eine sendung über den großen st. bernhard. wir würden im kopf die bilder aus dem cockpit unwillkürlich und assoziativ mit dem gehörten verbinden. selbst wenn wir am meer wären, würde sich eine einzigartige ton-bild verbindung ergeben. ein film im kopf. im konkreten fall heißt das: der erzähler spricht über hannibals elefanten-expedition über einen gletscher der alpen und wir sehen eine herde von pistenbullys auf dem gletscher von sölden. und plötzlich können wir die geschichte in allen details wahrhaftig erzählen.