seit 1992 arbeitet lawine torrèn als offenes netzwerk von tänzern, schauspielern, multimedia-artists und technikern an performances und inszenierungen in teils sehr großen, realen räumen. alpine berglandschaften, flughäfen, städte, wälder und flüsse werden zu spielfeldern für eine choreographie, die menschen und maschinen gleichberechtigt in ein erzählerisches gefüge zwischen film und theater verwickelt. manchmal drei, manchmal vierhundert menschen und apparate ziehen an einem strang, oder an verschiedenen strängen, je nach fall.

 

die präzise gestaltung findet im raum und auf der zeitachse statt, das medium film mit seiner fixen timeline synchronisiert die disparaten abläufe. fiktion entsteht dabei nicht aus einer deutung der wirklichkeit, sondern aus ihrer fortschreibung.

 

wir begreifen performance als einen prozess des erzählens und verhandelns in gesellschaft. dieser prozess beginnt beinahe unsichtbar mit dem storyboarding, dem photographieren der location, den teils offenen tests und proben. die aufführung eines skriptes ist dabei nur ein teilaspekt, der manchmal vor dem filmischen oder photographischen ziel in den hintergrund tritt. wir nennen dieses neue verhältnis des perfomens “invisible tale”.

lawine torrèn wird unterstützt durch die kulturabteilungen von stadt und land salzburg, dem land oberösterreich und tirol sowie dem bundeskanzleramt kunst und kultur der republik österreich.
eine vielzahl von arbeiten entsteht aber auch mit unterstützung und zum kommunikativen vorteil von wirtschaftlichen unternehmungen. diesen umstand mit den naturgemäß abweichenden zielen von zeitgenössischem drama kongruent zu halten, ist teil unserer kunst.