gletscherschauspiel

 

abenddämmerung. der rettenbachgletscher in sölden bereitet sich vor, in wenigen minuten als darsteller im wahrscheinlich größten bühnenstück der welt aufzutreten. in unendlicher ruhe taucht er seine weißen flanken in eisiges blau, um wenig später den afrikanern hannibals als schneebedecktes schreckgespenst aus einer lawine entgegen zu springen.

 

antiker mythos, menschen, medien und maschinen werden unter der regie von hubert lepka zum zehnten mal am rettenbachferner zu einem multimedia-volksschauspiel verwoben. so unglaublich der schachzug hannibals anmutet, mit sechzigtausend kriegern und 37 elefanten den alpenhauptkamm zu überqueren, so einzigartig ist die inszenierung von lawine torrèn auf 3000m seehöhe.

 

eine donnernde und gleichzeitig feinfühlige choreographie von pistenbullys, flugzeugen, helikoptern, motorcrossmaschinen, skidoos, fallschirmspringern, skiläufern und tänzern, alles zusammen mehr als 300 mitwirkende, die gemeinsam mit bislang ungesehenem lichtdesign, eindringlicher musikkomposition, breaking news von karthago-TV und szenischer pyrotechnik die antike geschichte neu entstehen lässt.

 

in einer durchdigitalisierten welt, deren letzte reste von dunkelheit mit straßenbeleuchtungen vergällt werden, ist hannibal der atavistische versuch, unsere geschichte, die zwiespältigkeit unserer abendländischen kultur und fragilität einer existenz, die auf ehemaliger römischer dominanz beruht, am eigenen leib am rande ewigen eises mit allen sinnen – bei jedem wetter – spürbar zu machen.  

 

der erfolg der inszenierung resultiert aus den erzählungen jener 5000 bis 8000 zuschauer, die bisher jedes jahr zu hannibal am gletscher waren. die produzenten – sölden, red bull und lawine torrèn – sind übezeugt, dass sich dieses projekt zu einem jedermann der alpen entwickeln könnte. das muss man live gesehen haben. und wer es gesehen hat, will wieder hin.

hannibal

gletscherschauspiel

17. april 2015 | 19.30 uhr | rettenbach gletscher | sölden

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