"complexity must be grown from simple systems that already work"
(kevin kelly)

selbst die regeln zu entwerfen, nach denen das eigene spiel läuft, macht vor allem dann einen sinn, wenn man bereit ist, ein anderes ergebnis zu erzielen, als massenfabrikation und durchschnittsstatus vorsehen. das ändern und ausreizen der regeln ist lustvoll, wenn dabei ein neues und spannendes spiel entsteht. in comfort_speed_design bedient sich lawine torrèn der zwei felder, die an der zerlegung und am neuentwurf von regeln der wahrnehmung große freude haben: die visualisierungen von virtual reality durch bewusste sinnestäuschung und die grenzwertigen bewegungserfahrungen des tanzes und zeitgenössischen theaters.

design markiert dabei das feld von gestaltung im weiteren, nämlich der evolutionär geeignetesten gestaltung eines lebensvorganges, einer aneignung, einer fortbewegung. daniel c. dennett spricht von "lifting in design space", dem erlangen einer höheren ebene.

speed steht für die relativgeschwindigkeit und deren ableitungen, den verschiedenen deltav. hier geht es nicht um rohe kraft und höchstgeschwindigkeit, sondern um die komplexen vorgänge der kraftentfaltung und -übertragung, um relationen beispielsweise zwischen luftstrom, boden und menschlicher informationsverarbeitung.

comfort meint nicht nur den körperlichen komfort, den ein wagen von klasse ganz selbstverständlich zu meistern hat, sondern auch und besonders den trost, die stillung jenes verlangens nach erreichung einer ausgewogenheit zwischen abenteuer, jagd und auseinandersetzung auf der einen, und ruhe, gelassenheit und beziehung auf der anderen seite.