das spiel mit der redundanz

wie die regisseure der autorenfilme der nouvelle vague experimentieren wir mit einer scheinbaren redundanz von szenischen abfolgen. realität bzw. deren abbildung ist nichts festes. aus diesen bildern lässt sich eine sequenz formen und dadurch eine geschichte erzählen. doch diese sequenz ist mal um mal frei wählbar, teilweise auch in sehr ungewöhnlicher weise. und so, wie in einem loop, einer endlos schleife, entsteht wieder und wieder eine neue geschichte.

 

in french cut arbeiten wir mit musik,- und tanzstücken aus filmen der nouvelle vague – präzise drei herausragenden werken jean-luc godards. in einer noch beliebig wählbaren zeitspanne werden die je 3-minütigen filmsequenzen zerlegt und jedes mal wieder neu zusammengefügt. das zusammenspiel der einzelnen szenen funktioniert nach dem prinzip der fuge in der musik. dabei kann jede szene die struktur des gesamtwerkes verändern oder unterstützen.

 

gezielt verändern wir immer von neuem das zusammenspiel von projiziertem und realen bild. von position und bewegung, von live-ton und filmdialog. so werden die beiden ebenen, film und real-time performance, in bild und ton zu einem raffinierten und bis zur letzten minute spannenden spiel des enthüllens und verdeckens.