über all die elektronischen wunder, netze und künstliche intelligenz, die uns umgeben, vergessen wir immer öfter, dass das leben selbst oft in seinen erstaunlichsten ausprägungen aus einer abfolge und verwobenheit, einem rhytmischen auf und ab von mechanischen verrichtungen, kurz aus hebeln und pendeln besteht.

 

das stück

die aufführung als kernstück zur präsentation der neuen a-klasse ist als komplexe choreographie von fahrzeugbewegungen, pendelbewegungen, tanz und musik ausgelegt, wobei die moderation in das geschehen eingebunden ist und erklärende und erzählende funktion besitzt. die verbindungen der einzelnen musikalischen und ästhetischen momente sind assoziativ. die längen der pendelbühnen geben den tänzern und der choreographie einen bestimmten bewegungsrythmus vor. stehen die verhältnisse der längen 2:3, so beginnen wir mit der quint. die kunst der fuge beginnt mit einer quint. die trojan t28 klingt in ihren obertönen wie ein fagott. eine choreographie zu bernhard fleischmanns und tristan schulzes version von bwv 1080 mit chello und elektronik steuert eine choreographie der tänzer auf der pendelfläche. ein pendel aus zusammengeschweissten kesselböden kommt hinzu, im wert achsstand zu breite der a-klasse. die trojan t28 rollt sehr langsam vor dem tor vorbei in einem strahlenden hmi-licht zu wiener elektronik. der spektakuläre seegang der bühne mit schwingenden personen darauf und darunter wird durch bachs verfremdeter h-moll suite besänftigt. nun formt sich der propeller auf dem apron: in der mitte als nabe das historische flugzeug, dann nach aussen hin abgestuft die alte und neue a-klasse. dieser wagenpropeller beginnt sich zu drehen, indem jedes der fahrzeuge auf einem exakt am boden vorgezeichneten kreis mit der entsprechenden geschwindigkeit fährt. das spiel wird von einem sehr starken scheinwerfer horizontal beleuchtet, sodass sich zusammen mit den scheinwerfern der autos ein langsam rotierender stroboskop-effekt ergibt. zuletzt bewegt sich die ganze reihe in lateralbewegung auf das tor zu, das tor öffnet als teil der choreographie und die neue a-klasse fährt in den hangar in geprobter choreographie auf zuvor definierte positionen.