zwei kosmonautinnen besteigen mit alpinistischer sicherung die 6x4 meter große und 60 grad im raum geneigte wonderwall: eine computeroberfläche, eine art touch-screen. sie überprüfen bei verringerter schwerkraft das system, finden einen fehler, nehmen geschickt die notwendige reparatur vor, kommen in gefahr und können sich im letzten augenblick von dort zurück in sicherheit bringen.

die zwei tänzerinnen bewegen sich auf dieser wand zur musik ligettis (atmospheres) wie auf einem raumschiff und kommunizieren in ihrer bewegung mit den bildern der wonderwall, die ihre eigene abbildung, sowie verfremdete sequenzen aus einem sience fiction klassiker in drei überlagerten projektionsschichten darstellt. die wonderwall ist gleichzeitig tanzfläche und computeroberfläche, auf der wir eine art visueller rückkopplung der real sichtbaren bilder sehen. all dies ergibt in seiner verschmelzung eine extrem dichte und bewegte erscheinung.

die wonderwall ist eine elektronische wand, bestehend aus 300 leuchtpixeln von 200x200 mm, die das objekt zu einer kompakten fläche von ca. 6x4 metern formen. ein computer steuert die einzelnen pixel derart, daß sowohl graphische strukturen, als auch videobilder in grobpixelige darstellungen umgerechnet werden können.
gleichzeitig wird auf die oberfläche von zwei seiten projiziert. durch die neigung findet der tanz im bezug auf die schwerkraft quasi unter einem verbogenen vektor statt. wie eine kompassnadel in der nähe des nordpoles, betrachtet der zuschauer den tanz unter den bedingungen einer gravitationsstörung.

es funktionieren unter diesen verhältnissen die herkömmlichen zeitgenössischen tanzmuster erstaunlich anders.

 

repair ist der versuch dazu. dance-fiction.